Jeder sollte sich Rat holen

„Obwohl ich vor Sekunden den Entschluss fasste aus dem Schlafzimmerschrank ein Kleidungsstück zu holen, weiß ich plötzlich nicht was ich wollte. Sind das erste Anzeichen von Alzheimer?“ Diese und ähnliche Fragen werden oft gestellt. Jeder Besorgten kann sich beruhigen. Die Alzheimer-Krankheit zeigt sich so nicht.

Wenn Sie allerdings nicht mehr wüssten, welche Funktion ein Schrank hat, wenn sie mit dem Schlüssel am Schlüsselbund nichts anzufangen wissen, wenn sie sich an bekannten Orten verlaufen, könnte es bedenklich werden. Sie dürfen dann nicht lange zögern. Ihr Hausarzt ist in jedem Fall der kompetente Ansprechpartner. Auch sollten Ehepartner, Kinder und Arbeitskollegen Wahrnehmungen dieser Art nicht unbeachtet lassen oder sich gar darüber lustig machen.


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Die Ausfälle werden häufiger und nach ein oder zwei Jahren vermag niemand konkret den Zeitpunkt der ersten Wahrnehmung zu nennen. Es muss nicht immer die Alzheimer-Krankheit sein. Es gibt mehrere Formen der Demenz, die behandelbar sind. Daher sind weiterführende fachärztliche Untersuchungen sehr wichtig. Leider sind auch heute noch die Ursachen der Entstehung der Krankheit weitestgehend ungeklärt. Medikamentöse oder chirurgische Behandlungen, die zur Heilung führen, gibt es nicht. Bekannt ist jedoch der tragische Verlauf der Krankheit, die im Endstadium das soziale Verhalten und die Persönlichkeit des Betroffenen zerstört. Und was das bedeutet, kann nur ein pflegender Angehöriger beurteilen, der neben dem Erkrankten der
zweite Betroffene ist. Denn er trägt die physische und psychische Last der Betreuung und Pflege.